Leben in Hülle und Fülle mit Struktur und Ordnung

Beiträge

 

19. Dezember

Winterpause

Heute Morgen habe ich  entschieden, dass ich fast alle Fotosachen bis Anfang Februar in den Keller räumen werde. Unser Hochzeitsalbum klebe ich im Urlaub, da liegen alle Bilder schon sortiert drinnen.  Mein Vorhaben, alle Fotos zu kleben, hatte viele Phasen: Elan, Dranbleiben, Pausen, Frust, Quantensprüngen, Heilung, Glück, Dankbarkeit, Erkenntnisse. Klarheit. Es ist ein Prozess, der jetzt eine bewusst gewählte längere Pause haben wird. Klar, ich bin weit entfernt von meinem gesteckten Ziel, beide Kisten bis Weihnachten leer zu haben. So ist es jetzt.

Jetzt ist Advent, Weihnachten steht vor der Tür, der Jahreswechsel, ein bisschen Urlaub, ein Januar voller Aufträge  und Weiterbildungen.

Anfang Februar bis Mitte April – bzw. Ostern kommt die nächste Etappe. Weitermachen. Dranbleiben. Bis auch diese Kiste leer ist und entsorgt werden kann.  


5. Dezember

Billig - oder Fachkraft

Als meine beiden Kinder klein waren, war ich einmal krank und brauchte eine Haushaltshilfe. Es war eine Hauswirtschafterin, die meinen Haushalt gut weiterführen konnte, was eine große Erleichterung für mich war. Ich mag mir nicht vorstellen, wenn ich eine ungelernte Kraft von einem Dienst vermittelt bekommen hätte. Oder eine Studentin, die bei einem Dienst für 11 € „jobt“. Heute ist das wohl gang und gäbe. Auch weil es zu wenig Fachkräfte gibt. Der Stundensatz einer Haushaltshilfe wird von der Krankenkasse mit +/- 19,75 € bezahlt. Davon kann nur 11 € an die Angestellte gezahlt werden, weil die Differenz für Versicherung, Verwaltung, etc pp reichen muß.

Im privaten Bereich ist es ähnlich. „Normal“ ist ein Stundensatz von 10 – 12 €. Da Kunden Hauswirtschaftliche Dienstleistung mit 20 % steuerlich geltend machen können, sofern die Haushaltshilfe vom Kunden angemeldet ist, oder Freiberuflich arbeitet und eine Rechnung schreibt,  ist es ein leichtes auszurechnen, was die Haushaltshilfe, die zuverlässig, gründlich, deutschsprachig, ordentlich sein soll, den Auftraggeber wirklich kostet. Wollen Sie eine billige ungelernte Jobberin, oder eine Fachkraft, die ihr Handwerk gelernt hat und einen Stundensatz von mindestens 20 - 22€ bekommt? Bei Hauswirtschaftlichen Diensten zahlen Kunden noch mehr. Ob diese dann auch Fachkräfte sind bleibt zu hoffen. Wem das alles zu viel Geld ist, kann weiterhin jammern über seine Billig-Putzfrau die runde Ecken putzt. Punkt.


27. November

Kochen

Mittlerweile koche ich seltener zuhause und wenn ich mal koche dann größeren Mengen und friere einen Teil ein. Gekocht habe ich immer gerne, klar war mir auch, dass ich als Meisterin Hauswirtschaft dies nicht beruflich tun werde. Für die Wissenschaft jedoch bin ich gerne der Einladung von Frau Prof. Dr. Leicht-Eckardt von der Hochschule Osnabrück gefolgt, um „Ressourcenmanagement bei der Nahungszubereitung“ nochmals genauer zu lernen und mit 8 anderen hauswirtschaftlichen Fachkräften Energieverbrauchszahlen zu liefern.  2 x das gleiche Rezept zu kochen war auch eine Erfahrung. Vor allem war es zum Teil überraschend zu erleben, wieviel Energie und Zeit nochmals beim 2. Mal gespart werden kann, wenn auf verschiedene Dinge geachtet wird, wie den angemessenen Topf für den Herd zu benutzen, wenig zu schalten, beim Induktionsherd den Topf in Ruhe auf der Platte stehen zu lassen, und nicht wie die Köche das zu tun pflegen, den Topf hin und her zu bewegen, den Deckel nutzen. Ein schönes Lernen im WABE-Zentrum der Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung.

 


20. November

Ordnung

Am Freitag bin ich aufgewacht und merkte: Dieses Wochenende ordne ich mein äußeres und digitales Leben. Das paßte gut, dann mein Mann war das Wochenende unterwegs.

Am Freitagnachmittag habe ich dann meinen Bürobereich aufgeräumt, Bücher aussortiert, aus Stehsammlern Zeitschriften, alte Seminarunterlagen und Broschüren entsorgt. Auch meinen Schreibtisch habe ich wieder aufgeräumt und da die Schubladen leerer wurden, konnte ich einiges von der Oberfläche dort verstauen. Digital habe ich einen Mail-Accounts gelöscht, was ich schon lange vorbereitet hatte, und bei den anderen aufgeräumt, Newsletter abbestellt und für mehr Klarheit gesorgt.

Samstag und Sonntag ging es weiter, nichts war sicher vor meiner Energie, noch mehr Ordnung in meinem Privatleben zu schaffen. Mein Zuhause jetzt so zu gestalten, dass es mein, unser Haushalt ist. 3 Boxen Papier, 1 Sack Plastik- und Restmüll sind draußen in den Müllcontainern gelandet und 2 große Taschen warten jetzt darauf, dass wir sie nächsten Samstag zur Givebox bringen. 1 Paket mit Büchern in unterwegs zum Verkauf. Die Musikanlagen sind wieder im Betrieb und wir haben vor unserem großen Wohnzimmerfenster einen gemütlichen Platz zum Sitzen mit dem Tisch vom Balkon. Jetzt kann der Advent bald kommen.  


13. November

Waschen

Am Sonntag war ich auf Zeche Zollern in Dortmund. In einem Bereich ging es um die Wäsche, Sauberkeit, und das, was Frauen geleistet haben.

„Da jeder Bergmann in der Regel nur eine Garnitur Arbeitskleidung besaß, mussten die Frauen das stark verschmutze und verschwitzte „Grubenzeugs“ meist samstags abends und sonntags waschen: Es wurde im Waschkessel eingeweicht und gekocht, dann durchgestampft oder Stück für Stück auf dem Waschbrett gerumpelt, mehrmals gespült und ausgewrungen, anschließend zum Trocknen aufgehängt , manches gebügelt und falls notwendig ausgebessert. Den Waschvollautomaten konnten sich Bergarbeiterhaushalte aber erst in den 1960er Jahren leisten.“

„Wenn eine Hausfrau mit der Hand wäscht, leistet sie so viel wie ein Kumpel im Bergbau unter Tage „– so das Ergebnis des Max-Planck-Instituts für Arbeitsphysiologie Ende der 1960er Jahre, gemessen am Kalorienverbrauch. (Miele Cie., Gütersloh)

Heute Morgen habe ich mit Dankbarkeit die Wäsche in den Waschvollautomaten, kurz Waschmaschine, getan und die Knöpfe gedrückt. Als meine Kinder klein waren, Anfang der 2000er, habe ich viele Dinge noch von Hand gewaschen, vor allem die Wollwäsche. Mittlerweile sind es noch ein paar besondere Teile für die Handwäsche und bedeutet immer noch extra Aufwand. Da liegt dann schon mal das ein und andere Teil länger im Wäschekorb ;-) Das gehört dann zu den Quartalsarbeiten. Auch in Ordnung.


30. Oktober

Aufräumen

Neulich hat das Mobiltelefon meines Mannes seine WhatsApp-Chats komplett gelöscht. Ich hatte da zweierlei Gedanken. Auf der einen Seite dachte ich: Super, alles auf Neuanfang. Auf der anderen Seite tat es mir leid, da ich selbst meine Chats immer wieder aufräume, weil mein Mobiltelefon nicht viel Kapazität hat und öfter mal oben links das Symbol für „wenig Speicherplatz“ angezeigt wird, es mir andererseits nicht leicht fällt, Chats aufzuräumen oder zu löschen. Klar, insgeheim warte ich auf Samsung Galaxy S10. Super Kamera, extrem viel Platz. Habe ich mal von einem Studenten am Nebentisch in einem Cafe gehört…Dann kann es sein, dass sich viele Dateien ansammeln, weil ja nicht die Not-wendigkeit besteht, ständig den Mobilspeicher aufzuräumen. Das ist auch mit den Wohnungen und Häusern so. Je größer der Keller, desto mehr sammelt sich an, und desto länger dauert es auch, bis alles sortiert und aufgeräumt ist. Es ist immer meine eigene Entscheidung, wie ich meinen Raum gestalte – real und online.


23. Oktober 

Grundreinigung

Zur Zeit bin ich wieder in Süddeutschland und mache die Grundreinigung für eine Seniorenwohnung, die seit Anfang Juni leer steht. Das Boden hatte starke Flecken. Ich habe mit grober Scheuermilch und einer Bürste den Fliesenboden gereinigt. Dabei ist mir einiges nochmals klar geworden. Sowohl Ordnung als auch Saubere Dinge machen mich glücklich. Und ich habe mir die Frage gestellt, wie die Reinigungskraft in Zukunft die Böden richtig gereinigt und wie ich ihr das vermittel, damit in Zukunft so ein Kraftakt nicht mehr notwendig ist. Zudem habe ich eine Fliese nicht gereinigt. Einen Tag später kam die Reinigungskraft und wir haben das Thema besprochen und sie hat es gleich im anderen Bad ausprobiert und einen extra Termin vereinbart für die Grundreinigung. Ich bin gespannt, wie sich die Reinigung der Bäder entwickelt. 


16. Oktober

Tun

Das mit dem TUN ist so eine Sache. Im Sommer hatte ich einen Beitrag geschrieben über Kisten mit vielen Fotos. Mittlerweile habe ich die Kisten geöffnet, vorsortiert, ¾ der Dias entsorgt, und entschieden, dass ich zuerst meine Fotoalben gestalte und die Fotos für die Kinder extra sortiere. Altmodische Sache. Aber alle Fotos zu digitalisieren ist aufwendiger und kostspieliger. Zudem hätte ich dann wieder digitalen Ballast. Macht für mich keinen Sinn. Vor ein paar Tagen fiel mir wieder ein, dass ich ja bereits für die Zeit vom Mai 98 – Dez 99 ein Album habe. Gestern, früher Abend, nach einigen Tagen Nichts-für-die-Fotos-tun, fiel mein Blick auf die Foto´s am großen Tisch und dann habe ich 2 Stunden Fotos sortiert, eingeklebt, andere aus dem Album entfernt, die ich nicht mehr haben wollte. Schritt für Schritt, mit Denk-Pausen, mentaler Vorbereitung wird der Foto-Ballast weniger. Was hat das mit meinem Business zu tun? Tun und dranbleiben, incl. Pausen. Und immer das Ziel vor Augen haben.  


2. Oktober

Optimierung

Den Haushalt zu optimieren bedeutet, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, damit der gewünschte  Zustand  bestmöglich erreicht wird. Viele Menschen möchten ein Optimum für ihren Haushalt. Dass er ordentlicher ist, aufgeräumter, dass er strukturierter ist. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Vorstellung für den persönlichen Lebensbereich. Wenn diese Vorstellung nicht mit der Realität übereinstimmt dann kann sich das so anfühlen, wie wenn die Suppe mit der Gabel gegessen wird. Es tritt kein Zufriedenheitsgefühl, kein Sattsein ein. Da kann ein Haushaltscoaching eine sinnvolle Lösung sein, damit Menschen zufrieden ihren Haushalt führen und gestalten können. Bist Du zufrieden mit Deinem Haushalt?


25. September

Kleidung

Mein Kleiderschrank bietet jeweils nur für die Sommer- oder Winterkleidung Platz. Das hat den Vorteil, dass ich entscheiden kann, was in den Einbauschrank in unserem neuen Gästezimmer kommt und was nicht. Jetzt ist doch der Herbst so kühl um die Ecke gekommen, dass ich mich gestern entschieden habe umzuräumen, und heute dies in die Tat umgesetzt habe. Dieses Mal habe ich tatsächlich den ganzen Schrank leergeräumt und gereinigt. Und wieder lag da ein kleiner Berg Kleidung, welche ich nicht getragen habe. Entweder, weil sie mir nicht mehr gefallen haben diesen Sommer oder weil sie einfach „fertiggetragen“ sind. Nicht, weil sie kaputt sind sondern ich mit diesen Kleidungsstücken fertig bin. Jetzt ist die Winterkleidung im Schrank und mal sehen, was von der letzten Saison noch Bestand hat. Was nicht, werde ich dann gleich entsorgen.


18. September 2018

Kontinuität

BEITRAG Fb/Seite steht heute ganz oben auf meiner To Do Liste. Jetzt ist es kurz vor 21 h. Und ich habe schon den ganzen Tag darüber nachgedacht, was ich wohl heute schreiben könnte bei meinem wöchentlichen Dienstagsbeitrag hier bei Fb. Es ist die Kombination aus Kontinuität, also immer dienstags, und der eigenen Disziplin, weshalb dieser Beitrag jetzt öffentlich ist. Trotzdem gibt es auch seltene Lücken. Es gibt Haushalte, da ist es gut, Unterstützung zu holen, ein Coaching zu buchen. Als Haushaltscoach bin ich dann eine Fremddisziplin für manche Kunden. Kunden, bei denen ich erst nach 2-3 Monaten wieder komme, da wirkt dann schon der Termin im Kalender und sie fangen wieder an aufzuräumen, zu sortieren. Das ist verständlich. So wie alle Menschen bei einem Fest oder einem Besuch vorher anfangen, die Wohnung aufzuräumen und zu reinigen, so haben sich manche Kunden entschieden, eine Fremddisziplin in ihr Leben, in ihren Haushalt zu holen, damit sich etwas dauerhaft verändert kann. Denn Disziplin ist nicht angeboren, sondern wird erlernt. Und dann kann Fremddisziplin auch eine Erleichterung sein.


11. September 2018 

Müll

In dieser Woche mache ich mit meinem Mann Urlaub auf Teneriffa. Und da ist mir eine besondere Sache  aufgefallen: Der Umgang mit Müll. Dort, wo viele Touristen sind, sind auch viele Müllbehältnisse. Aber auch auf dem Wanderweg etwas außerhalb der Stadt gab es viele Standmülleimer. In der Stadt selbst gibt es viele Müllcontainer, die je nach Sorte unterschiedliche Farben hatten und eine Beschriftung. Wobei meine Übersetzungs-App mir Aufschluss darüber gab, was wo hineinkommt. Da wären Piktogramme auch hilfreich gewesen. Dann gibt es kein Flaschenpfand für die PET Flaschen. Dennoch hätte ich mir an manchen Ecken oder hinter mancher Mauer einen Straßenreiniger mit großem Saugrohr herbeigewünscht…Da schärft dann doch der Beruf den Blick auf den Bereich Müllentsorgung, die als so selbstverständlich angenommen wird. 


4. September 2018

Endlich

Es gibt die Dinge, die schiebe ich seit Jahren vor mir her. Zum Beispiel meine 2 Kisten. Sie sind jetzt aus dem Keller im Esszimmer gelandet. Da stehen sie nun demonstrativ. Foto´s aus den 00er Jahren, in denen wir noch keine Digitalkamera hatte, kein Smartphone. Der Plan ist, die Kisten bis Weihnachten aufzulösen. Wöchentlich eine Stunde damit verbringen, Fotos zu sichten und zu sortieren. Meine Vergangenheit mit den Kindern. Das Irgendwann ist jetzt gekommen. Jetzt ist die jüngste Tochter ausgezogen und die bereits zigmal umgezogene Kiste darf ihre Schätze preisgeben.  Wann ist Ihr Jetzt?


21. August 2018 

DANKE

Heute ein großes DANKE für alle Leser*innen meiner wöchentlichen Beiträge, die ich sowohl hier als auch bei Facebook schreibe. 


14. August 2018 

Bügeln

Zu den Arbeiten in der Hauswirtschaft gehört das Bügeln. Als ich vor ca. 25 Jahren meine Hauswirtschafterinnenausbildung machte, war eine der Hausaufgaben, das Bügeln im Sitzen zu üben. Eine für mich damals völlig neue Erfahrung. Es hat sich gelohnt, dies zu üben. Denn später saß ich oft stundenlang beim Bügeln und mein Rücken und Beine haben es mir gedankt.

Zurzeit mache ich wieder die hauswirtschaftliche Vertretung im Haushalt meiner Freundin. Und da ist mir wieder aufgefallen, wie unfreundlich die Bügelbrettkontruktion ist. Wohin mit den Beinen, außer verschränkt unter den Stuhl? Letzte Woche habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Bügelbretter gibt, die nicht fürs Sitzen geeignet sind, weil sie sich nicht so tief einstellen lassen. Da durfte ich dann 1,5 Std stehen.  

Beim Coachen und Beraten von Privathaushalten ist die Optimierung ein Bestandteil. Ist Ihr Haushalt das für Sie passende Optimum?


7. August 2018

Arbeitgeber*in

Wenn Sie eine Haushaltshilfe haben, dann fragen Sie sich, ob diese von Ihnen einen genauen Arbeitsauftrag hat. Oftmals höre ich von Netzwerkkolleginnen, was alles nicht „läuft“ mit der Haushaltshilfe. Dann frage ich nach, ob die Kollegin sich als Arbeitgeberin sieht und die Reinigungskraft/Haushaltshilfe auch eine Stellenbeschreibung hat? Für einen Arbeitsplatz habe ich vor ein paar Jahren solch eine geschrieben, was mit Verwunderung zur Kenntnis genommen wurde. Denn: Je klarer der Auftrag, desto zufriedener sind alle Beteiligten.  


31. Juli 2018

Nehmen und Geben

Vor 2 Wochen hatte ich darüber geschrieben, dass ich 33 Jahre Mutter bin. In dieser Zeit, vor allem nach der Geburt des jüngsten Kindes, war lange Zeit für mich als alleinerziehende Mutter die Unterstützung von Familie und Freunden wichtig. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass eines Tages eine Mutter von 5 Kindern kam, und mir anbot, meine Bügelwäsche mitzunehmen. Als sie diese brachte, wollte sie ein Dankeschön. Das war alles. Die Patin meines Sohnes kam 2 Jahre lang jede Woche dienstags von 10 – 12 h, um die Kleinkinder zu hüten und ich konnte in dieser Zeit unbeschwert und alleine außer Haus gehen und Erledigungen machen. 
Jetzt kann ich der Patin ermöglichen, dass sie für 2 Wochen in Urlaub fahren kann, und die 2 Senioren, die in ihrem Haus leben, gut versorgt sind. Das hat sich so ergeben. Und der 5fachen Mutter bringe ich jetzt im August einen Blumenstrauß. Habe ich entschieden, als ich diesen Beitrag geschrieben habe. Wahrscheinlich wird es noch viele Gelegenheiten geben, an vielen Stelle etwas „zurückzugeben“, wo ich jahrelang bekommen habe.


24. Juli 2018

Hausarbeit

Als junges Mädchen hatte ich so gar keine Lust, im Haushalt mitzuhelfen. Meine Mutter hatte dann den Satz parat: Dann machst Du Dir eben Lust. Wie ich diesen Satz gehaßt habe. Und lange habe ich Schwierigkeiten damit gehabt, meine eigene Lust und Freude für die Hausarbeit zu entwickeln. Meiner ersten Tochter habe ich, lange bevor sie lesen konnte, Symbole gemalt für die jeweiligen Tätigkeiten und mit regelmäßigem, gemeinsamem Tun versucht, Freude für die Hausarbeit zu entwickeln. Allerdings ist dann in der Pubertät erst mal alles in Unordnung geraten. Und das ist gut so. Jeder kann sein eigenes Maß finden für seine persönlichen Sachen.  

Heute ist mein Beruf Haushaltscoach. Menschen zu coachen, wie sie ihren Haushalt optimieren können, mehr Struktur in ihr Leben bringen, ihre eigene Ordnung finden. Und auch zu fragen, wie sie den Haushalt im Elternhaus erlebt haben. Bei einer Kundin herrschte im Elternhaus so viel Ordnung, dass sie in ihrem pubertären Widerstand stecken geblieben war und jetzt nach 20 Jahren immer noch mit viel Unordnung lebte. Jeder hat seine eigene Geschichte. In unserem Haushalt haben wir mittlerweile die für uns passende Ordnung gefunden. Auch wenn ich die Ordnung meines Mannes oft nicht nachvollziehen kann. So ist das manchmal. 


17. Juli 2018

Freitag der 13.

Am Freitag, den 13. Juli 2012 bin ich mit meinen Kinder nach Münster gezogen. Jetzt 6 Jahre später, genau am 13. Juli 2018 ist mein letztes Kind ausgezogen. Am 18. Juli 1985 ist meine erste Tochter geboren. 33 Jahre Haushalt mit Kindern. Mein ganzes erwachsenes Leben. Jetzt kann ich die nächsten 33 Jahre coachen, beraten, optimieren, ordnen, aufräumen. Darauf freue ich mich.  

Neulich habe ich einen Beitrag von Christina Emmer gelesen und das hat mich noch mal so richtig zum Nachdenken gebracht. Einfach das machen was die Coaches einem sagen. Immer wieder. DANKE Dir an dieser Stelle dafür. Und ich werde das jetzt immer mehr umsetzen. Mich sichtbar machen. Artikel schreiben und an Zeitschriften schicken, mehr Einblicke in meine Arbeit geben, und mich noch mehr dem Thema Messie-Syndrom widmen.  


10. Juli 2018

Humor

Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. (Quelle: Wikipedia).   

Bei der Arbeit mit meinen Kunden ist Humor wichtig. Dem, was sich so alles angesammelt hat, mit Gelassenheit zu begegnen. Auf meiner Internetseite steht das Motto: Leben in Hülle und Fülle, mit Struktur und Ordnung. Im Vorfeld schon Vertrauen schaffen, weil auch Menschen mit dem Messiesyndrom bei mir nach Rat und Unterstützung suchen. Das Gefühl sichern, dass es auch ohne Container und Räumdienst geht. Und manchmal kann auch ein Cartoon helfen, der Situation mit Humor zu begegnen.


3. Juli 2018

Geduld

In einem Krafttier-Kartenset gibt es folgende Karte: „Die Ameise rät zur Geduld“. Bei den Erklärungen steht u. A. : „Geduld heißt nicht warten, sondern dranbleiben und das Lebensumfeld bestellen, die Gefühle und Gedanken ordnen, inneren und manchmal auch äußeren Raum schaffen.“  Wie oft hören wir das Wort Geduld und da kommen allerlei Gefühle und Gedanken hoch. Auch Geduld = Warten.  Jetzt kann ich weiter ordnen und sortieren, innere und äußere Räume schaffen, ohne das Gefühl von „warten“ zu haben.

Regula Meyer, Karin Lurz: 49 Krafttier-Karten und Booklet,

ISBN 9783868267686


26. Juni 2018

Haushalt

Neulich bei einer Tagung fiel der Satz:  "Jeder lebt mit Haushalt und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten". So einfach klingt das. Ich lebe mit meinem Haushalt. Und ich mache hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Gerne. Liebevoll. Sonst tritt irgendwann Chaos, Vernachlässigung, Verwahrlosung, Vermüllung ein. Wer will das schon? Niemand. Nicht jeder lernt zuhause eigen-händ-ig aufräumen, reinigen, waschen und all die Dinge, um später selbst einen Haushalt führen zu können. Und es kann sein, dass im Elternhaus wenig Freiheit war, die eigene Ordnung zu lernen. Eine Kollegin erzählte mir bei einem Netzwerktreffen, dass Fensterreinigung im Elternhaus wöchentliche Pflicht war, auch für die Kinder. Verständlich, dass jetzt ein Fensterreiniger für ihre Fenster zuständig ist. Manchmal hilft es in die Kindheit zu schauen, um zu erkennen, wie hauswirtschaftliche Tätigkeiten „gelernt“ wurden und welche innere Haltung entstanden ist.


19. Juni 2018

Küchenboden

Heute bei einer Kundin. Wir haben die Küche aufgeräumt, gereinigt und den Boden gesäubert. Und jetzt ist es ihre Aufgabe, bei sich zu beobachten, wann für sie der Moment kommt, an dem sie bemerkt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wieder den Boden zu reinigen. Und es kann für den einen 1 Tag dauern und für den anderen mehrere Tage. Sprich: der eine Mensch kann nur absolute Sauberkeit haben und der andere Mensch kann auch mit Krümeln und Flecken auf dem Boden leben, bis eben wieder der Reinigungstag ist, oder die Haushaltshilfe kommt. Wo ist da der Maßstab? Den kann jeder in seinem Privathaushalt nur selbst setzen.


12. Juni 2018

Haushalt als Zeitfresser?

In einer Zeitungsmitteilung habe ich folgende Aussage gefunden: Ein großer Zeitfresser ist u. a. der Haushalt mit 47 %. Interessante Sichtweise, den Haushalt als Zeitfresser zu betrachten. Mit zur Haushaltsarbeit gehört auch die Versorgung der Wäsche, die nach der Körperhaut die 2. Hülle des Menschen ist. Und dann die Wohnung als 3. Hülle. Und wieso ist dann der Haushalt ein Zeitfresser? Ist die Versorgung unserer Haut lästig oder ist das gerade noch so ok wie die Wäsche, die gewaschen gebügelt, gefaltet werden will?  

Eine Möglichkeit, den Haushalt mit neuen Augen zu betrachten, eine Klarheit über den Zusammenhang von Ich, Beruf und Haushalt in Verbindung mit Lebenserfolg zu erlangen, bieten wir (Elke Schaaf und Ina Fürstenau) mit unserem Seminar an: „Ich zwischen Haushalt und Beruf.

Nächster Termin: Sonntag, 1. Juli 2018, Im Seminarhaus LebensRäume. Weitere Info´s findest Du/finden Sie auf unseren Internetseiten:

https://haushaltscoach-muenster.de/Termine/ http://www.coachingundtraining.net/privatkunden/seminareworkshops-zur-persoenlichkeitsentwicklung.html

 

5. Juni 2018

Fülle und Ordnung

Vor zwei Wochen hatte ich über meinen Koffer geschrieben. Als ich jetzt wieder in Süddeutschland war habe ich für eine Woche gepackt. Da es bis auf wenige Gewitter immer warm war, brauchte ich durchweg sommerliche Kleidung. Alle  langärmligen Sweatshirts und Hosen blieben also unbenutzt im Koffer. Und ich habe tatsächlich in den 6 Tagen auch 2 x die Waschmaschine benutzt. Irgendwie war ich mit der Situation doch nicht ganz zufrieden. Eine größere Auswahl an Kleidung zu haben erleichtert auch und läßt Zeit und Raum für andere Tätigkeiten als waschen. Also da gibt es bestimmt einen guten Mittelweg für meine Reisekleidung zwischen Minimalismus und Überfluß. Das führt zu meinem beruflichen Motto: „Leben in Hülle und Fülle, mit Struktur und Ordnung“. Bei den meisten Kunden ist nicht der Minimalismus oder die ausreichende Menge an Dingen das Thema sondern Hülle und Fülle, welches nicht konform geht mit Struktur und Ordnung. Auf dem Weg, die Verbindung von ausreichender Fülle und Ordnung zu erreichen, kann ich Menschen begleiten. Gerne könnt ihr mich weiterempfehlen und auf meine Internetseite verweisen. www.haushaltscoach-muenster.de


22. Mai 2018

Dinge

Berufsbedingt beschäftige ich mich mit den Dingen, mit denen wir uns alle im Haushalt umgeben. Dabei ist die Kleidung ein elementarer Bestandteil in unserem Leben. Vor längerer Zeit hat mir eine Netzwerkkollegin einen Link zu einem Zeitungsartikel zugeschickt. Schon allein die Überschrift löste schon damals, aber auch heute ? in meinem Kopf aus: „Ich besitze nur noch 300 Dinge – und fühle mich richtig reich“. Unter anderem schreibt sie: „ Meine Klamotten passen alle in einen Koffer, darunter sind 3 Hosen, 3 Röcke, ein paar T-Shrits, drei Pullis und Sportzeug.“ Jetzt, kurz bevor ich wieder für eine Woche unterwegs bin, werde ich beim Kofferpacken an Regine Tödter denken. Mal sehen welche Gefühle ich dabei habe.  

www.brigitte.de/aktuell/stimmen/minimalismus---ich-besitze-nur-noch-300-dinge---und-fuehle-mich-richtig-reich--10188166.html


15. Mai 2018

Koffer

3 – 4 x im Jahr fahre ich mit dem Zug nach Süddeutschland für Kundenaufträge. Mittlerweile bin ich mit 2 mittelgroßen Koffern unterwegs. Letzte Woche habe ich einen Schlenker über Hannover gemacht. Meine Tochter fragte mich, warum Frauen immer so viel Gepäck haben, denn ihre Schwägerin war gleichzeitig mit 2 Koffern (30 kg + 12 kg) aus Dubai angereist. Dafür, dass sie 3 Monate durch Europa reist und noch Geschenke für die Verwandtschaft mitgebracht hat, ist das ok. Ich jedoch war nur 2 Wochen unterwegs.

Wieder zuhause, habe ich beim Auspacken meiner Koffer unbenutzte Kleidung herausgeholt:  1 Paar Schuhe, 3 T-Shirts, 1 Rock und diverse Kleinteile. Dafür, dass ich 2 – 3 x umsteige und öfters die Koffer auch die Treppen rauf oder runter trage, werde ich beim nächsten Mal genau überlegen, was ich wirklich brauche. Und in Betracht ziehen, dass ich eine Waschmaschine vor Ort nutzen kann.


8. Mai 2018 

Loslassen

Letzte Woche war ich bei einer älteren Kundin, 73 Jahre. Die Garage sollte dringend wieder für das Auto genutzt werden. Beim Sortieren kam dieser Zettel zum Vorschein: ein Bon aus dem letzten Jahrtausend. Einwandfrei lesbar. Heute wird ja dazu geraten einen Kassenbon zu kopieren, für die Garantie, da der Druck doch schneller verblast.

Ich fand es ein schönes Sinnbild für viele Dinge, die eine so gute Qualität haben, dass sie ein Menschenleben überleben: Die Leinenwäsche, das Geschirr, die Eichenmöbel. Die sorgsam gepflegte Wäsche, wo die Falte eines Rocks mit einer Stecknadel gesichert wurde. Die Tasse samt Untertasse, welche ein Geschenk zur Konfirmation war, lange in der Schachtel aufbewahrt wurde und jetzt im Schrank steht. Da braucht es viel Verständnis und Ausdauer, damit die Kundin die Dinge würdig verabschieden kann. Dass sie in ihrer Zeit die Dinge in andere Hände geben kann, bis andere Menschen, Orte gefunden werden, die für diese wohlgehüteten, gut gepflegt Schätze noch Verwendung finden.  

Dieser Zettel jedoch darf jetzt getrost entsorgt werden.

 


1. Mai 2018

Leben um zu arbeiten, arbeiten um zu leben

Heute am Tag der Arbeit mache ich beides. Als Vertretung versorge ich 3 Senioren, die Frühstück, Mittagessen und später noch etwas zu Abend essen wollen. Ich lebe um zu arbeiten. Dazwischen kann ich lesen, spazieren gehen, den Tag einfach genießen. Dann lebe ich, weil ich gearbeitet habe.   

Lange habe ich ständig gearbeitet, mit 3 Kindern zuhause und einem Beruf außer Haus. Mittlerweile sind meine Kinder so groß, dass ich das Leben nicht mehr nur als Arbeit betrachte. Da kommt jetzt eine neue Freiheit, die ich schrittweise erlebe: Das ich arbeite um zu leben. Und der Haushalt mein Freizeitjob ist. Dass es auch mal egal ist, wie er aussieht. Von einer Freundin hörte ich einmal folgende Aussage: Ihre Mutter stand als junge Witwe Anfang 1940 alleine mit 3 Kindern da und hatte für sich entschieden, dass ihre Kinder genug Pflege und Versorgung bräuchten. Da könne sie nicht auch noch Topfpflanzen pflegen und versorgen.  

Jetzt, wo meine letztes Kind bald auszieht, hätte ich zwar das Potenzial, wieder mehr als 3 Pflanzen zu pflegen, jedoch will ich diese Verantwortung nicht. Jetzt will ich die Freiheit genießen, jederzeit in der Welt unterwegs sein zu können, ohne das Gefühl zu haben, ich vernachlässige meine Pflanzen. Und meine Fenster reinige ich wenn ich wieder zuhause bin. 


24. April 2018

Reinigungskraft

In den Jahren, als ich in Dortmund lebte, bin ich mit Bus und Ubahn gefahren. Da wir im Dortmunder Süden lebten, gab es zwei Möglichkeiten in die Stadt zu kommen: Zum einen mit der Volmetalbahn, oder mit dem Bus bis zur Westfalenhalle und dann weiter mit der Ubahn in die Stadt. Durch das ebenfalls in der Nähe gelegene Stadion, mit Platz für 80 T Zuschauer, war diese Ubahnstation sehr stark frequentiert, was auch zur Folge hatte, dass besonders viele Reinigungsarbeiten notwendig waren.

2 Jahre lang bin ich täglich diese Strecke gefahren. Eine Reinigungskraft fiel mir dabei auf: Die Art und Weise wie sie die Handläufe und Metallflächen der Rolltreppen, die Böden behandelte.

Öfters spreche ich über 3 Möglichkeiten, sauber zu machen: putzen,reinigen, pflegen. Diese Reinigungskraft pflegte die Gegenstände. Woran ich das sehen konnte? An der inneren Haltung, die sich in ihren Bewegungen zeigte. Und sie behandelte die Dinge sorgsam, sie arbeitet achtsam und sie war ganz bei der Sache. Unbekannterweise ein herzliches Dankeschön an diese Frau.


17. April 2018

Alte Ordner

8 Ordner standen 11 Jahre im unteren Regalfach. Jetzt im Osterurlaub habe ich mir diese Ordner vorgenommen. Alle von der Meisterschule. Könnte ich ja eines Tages noch brauchen. Für den Tag X, für ein Vielleicht, ein Irgendwann, für ein „könnte ja sein“.

Da geht es mir genauso wie den meisten Kunden: Unterlagen aufzuheben, die eine Bedeutung in meinem Leben hatten jedoch nicht mehr brauchen werde für meinen Beruf als Haushaltscoach. Und sollte ich jemals Schulungsmaterial brauchen, wie z. B. für eine  Hygieneschulung, kann ich mir aktuelle Unterlagen besorgen.

Nein. Ich habe entschieden, dass ich Platz brauche für meine aktuellen Unterlagen. Von den 8 Ordnern stehen jetzt genau 3 im Regal. Das reicht für den Moment. Und es ist stimmig.


10. April 2018

Rhythmus

Seit Anfang des Jahres schreibe ich jeden Dienstag einen Beitrag hier bei FB. Ein schöner Rhythmus hatte sich eingestellt. Egal was war, dienstags ging der Beitrag online. Bis auf Osterdienstag. Da war die Luft raus. Pause. Urlaub. Ferien.

Und ich habe gemerkt, dass eine regelmäßig geübte Tätigkeit eine Pause braucht um zu hinterfragen, ob es noch stimmt für mich. Ich habe darüber nachgedacht, ob es der richtige Tag ist, das richtige Medium, die Länge stimmt, weil für FB der Text zu lang sein könnte. Nein, es ist genau richtig so, zudem der Text auch auf meiner Internetseite steht.

Und das mit dem Rhythmus trifft auch auf unseren Haushalt zu. Die Kleidung wechselt, das Angebot an Lebensmittel variiert, und nach der Winterpause kann auch die Fensterreinigung wieder rhythmisch alle 2 -3 Monate erfolgen. Vor 2 Jahren hatte ich einen Kunden, der meinte: „Wenn ich schon selbst Fenster putze, dann wenigstens wie ein Profi“. Er hatte sich in einem Fachgeschäft eine Profiausrüstung gekauft, einschließlich Gürteltasche. Auch eine Möglichkeit.  

In diesem Sinne: Frohes Schaffen


27. März 2018

Minimalismus

"Leben in Hülle und Fülle mit Struktur und Ordnung". So steht es auf meiner Internetseite. Nix mit Minimalismus!
Dennoch, hin und wieder läuft mir der Minimalismus über den Weg. Sei es als Frage einer Teilnehmerin nach einem Vortrag, den ich gehalten habe, oder, dass ich gestern Abend dieses Video "zufällig" gesehen habe in der ARD Mediathek. Spannend fand ich an diesem Beitrag die Argumente für die 100 Dinge, den Einfallsreichtum beim Candle Light Dinner als auch die sich anschließende Aufräum-Aktion. Persönlich will  ich nicht so leben. Ich will diese unterschiedlichen Messer haben, genug Auswahl an Kleidung... Beruflich kann ich die richtigen Fragen stellen, kann fragen, ob es sinnvoll ist, 3 Schubladen voll Taschenmesser zu besitzen, wozu es all die Bücher braucht, wenn der Platz nicht vorhanden ist. Wenn die Kundin am Ende des Auftrags zufrieden ist, dann freue ich mich für sie. Denn nur sie weiß, was aktuell alles wichtig ist für ihr Leben.

http://www.ardmediathek.de/tv/PULS/Zwei-Wochen-mit-nur-100-Dingen-auskommen/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14913810&documentId=51139562


13. März 2018

Jeder Tag hat unsere Wertschätzung für die Hauswirtschaft verdient











6. März 2018

2 x JA zu meinem Business

Letzte Woche habe ich 2 Anfragen abgelehnt. Bei der ersten Sache handelte es sich um eine zeitlich befristete Honorartätigkeit, die mit 20 €/UE bezahlt werden sollte. Das Verhältnis von Aufwand und Bezahlung stand in einer starken Schieflage, so dass ich mir die innere Freiheit genommen habe, dieses Ungleichgewicht zu kommunizieren und deutlich zu machen, dass ich mich derart unter Wert verkaufe, wenn ich dieses Angebot annehmen würde. Da es eine von der Agentur für Arbeit finanzierte Maßnahme ist, war auch nichts am Honorar zu verändern. So ist dem Träger eine dringend benötigte Fachkraft verloren gegangen.

Bei der 2. Anfrage handelte es sich um eine neu aufzubauende Stelle  für einen Verein mit 20 Std/Woche. Auch diese Tätigkeit hätte meiner beruflichen Qualifikation voll entsprochen. Bei einem Coaching mit Katrin Röntgen habe ich die Frage gestellt, was das für mein Unternehmen bedeuten würde, wenn ich 20 Wochenstunden angestellt arbeite. Im Ergebnis habe ich mich gegen dieses Angebot entschieden.

An dieser Stelle einen Herzlichen DANK an all meine Wegbegleiter im beruflichen wie auch im privaten Leben, allen voran meinem Mann Markus, dass ich diese Entscheidungen treffen konnte.


27. Februar 2018

Heimat

Letzten Freitag war die Finissage der Ausstellung „Zuhause – Heimat“ von Brigitte Borchers und Albert Bartel.  Jeder Besucher bekam einen Zettel mit der Bitte, seinen Begriff von Heimat zu notieren. Netzwerker, die mich persönlich kennen, hören den leicht schwäbisch-bayrischen Dialekt in meiner Sprache und von daher war es dann auch die Brezel, die für mich zum Begriff Heimat gehört. 

Meine Mutter, gebürtig aus Aachen, mein Vater aus dem Fünfseenland in Bayern, waren Zugereiste in einem kleinen schwäbischen Dorf. Da waren die Haupttätigkeiten eines Schwaben schaffa, butza, spara (schaffen, putzen, sparen) ein hochgehaltenes Gut. Der Feierabend wurde dazu genutzt, dem Nachbarn beim Hausbau zu helfen, Vereinsarbeit zu leisten, oder auch einen zweiten Broterwerb nachzugehen. Dieses Erleben wurde dann zu Heimat: Schaffen und Brezeln.

Erst, als ich viele Jahre später mit 41 Jahren nach Dortmund gezogen bin, erschloss sich mir der Feierabend als Möglichkeit, auch etwas zu tun, was sinnfrei ist und nichts mit dem Beruf oder Geldverdienen zu tun hat. Auch wenn meine Abende in der Woche für Netzwerkveranstaltungen genutzt werden, so ist doch das Wochenende „arbeitsfrei“. Einfach wandern gehen auf dem schneereichen Kahlen Asten, wie z. B. an einem Samstag im Februar

In diesem Sinne eine schaffige Woche!


20. Februar 2018

Ordnung und Liebe

Seit 3,5 Jahren arbeite ich freiberuflich als Haushaltscoach. Sichtbar werden als Jungunternehmerin ist ein großes Thema. Deshalb lese ich zur Zeit das Buch „SELBST PR“ von Daniela Heggmaier.

Eine Frage aus diesem Buch hat mich jetzt wieder besonders beschäftigt: Warum mache ich das? Warum mache ich mein Business genauso wie ich es mache? Sicherlich deswegen, weil meine einmalige Kombination aus beruflicher und privater Erfahrungen so perfekt passt für die Arbeit als Haushaltscoach. Und weil es 3 Faktoren gibt, die für diese Arbeit wichtig sind:

1.      dem  Kunden Wege zur Ordnung zeigen,

2.      den Kunden beim Ordnung schaffen unterstützen.

3.      dem Kunden Möglichkeiten aufweisen, die entstandene Ordnung halten zu können.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Liebe zur Ordnung. Lerne Ordnung, liebe sie, sie erspart viel Zeit und Müh. Dieser Spruch meiner Urgroßmutter hat mich früh auf das aufmerksam gemacht, was für meine Arbeit wichtig ist: Liebe, was Du tust, und Du wirst Erfolg haben. Jede aufgeräumte Schublade ist ein Erfolg. Für den Kunden und auch für mich. Denn die ständige Konfrontation mit Unordnung und Chaos braucht eine innere Haltung von Liebe, Respekt und Würde dem Menschen gegenüber. Und der Anerkennung, dass jeder Kunde in seiner Zeit den Weg zur Ordnung findet.


13. Februar 2018

Zeit

Karneval, verlängertes Wochenende – und jetzt wieder mein Schreibtischglück. Die Woche planen, Beitrag schreiben, Termine vorbereiten, dass alles gehört zu meinem Homeoffice. Nebenan rauscht die Waschmaschine. Die Bügelwäsche ist liegengeblieben und dann noch so viele kleine unerledigte Dinge. Nur für mich sind sie unerledigt. Also diese Woche so planen, dass alles seine Zeit hat und ich zufrieden bin.

Das ist ein großer Teil meiner Aufgabe als Haushaltcoach – dass durch das Coaching die Kunden ihre Wege finden, die machbar sind für ihr Leben. Gemeinsam die Zeit herauszufinden, an der es die Möglichkeit gibt, den Haushalt zu optimieren, zu strukturieren, zu sortieren. Und wenn die Kundin eine Stunde in der Woche Zeit hat für Extraaufgaben, dann wird die gewünschte Veränderung länger dauern, als bei einem anderen Kunden, der einen ganzen Vormittag Zeit erübrigen kann.  

Ich wünsche uns eine Woche, in der wir spielerisch mit der Zeit sind. Reichen die 10 min täglich, oder brauche ich 1 Stunde wöchentlich, um mein Leben zufriedener zu gestalten? Erledige ich die Sachen Montag, Mittwoch, Freitag, oder Mittwoch und Samstag? Morgens, bevor ich zur Arbeit gehe, oder doch einfach am Samstag, wenn mehr Ruhe und Zeit da ist?

Herzliche Grüße vom Haushaltscoach


6. Februar 2018

SchreibtischGlück

Schon allein das Wort – Schreibtisch Glück. Welch Glück an meinem Schreibtisch sitzen zu können. Zeit und Raum dafür zu haben. Lange Zeit hatte ich den PC separat an einem kleineren Tisch und jetzt, in der neuen Wohnung hat alles seinen guten Platz gefunden. Durch die hervorragende Beratung von Sandra Radünz kann ich jeden Tag mein SchreibtischGlück genießen. Kann schreiben, telefonieren, online arbeiten, planen, meine Gedanken sortieren und auch das Papier, die Ordner, Bücher, Zettel. Zu Anfang des Jahres habe ich den Wunsch gehabt, jeden Werktag 3 Stunden an meinem Schreibtisch zu sitzen. Jetzt sind 5 Wochen vorbei und nein, es hat nicht jeden Tag funktioniert: Kundenaufträge, Workshops, Familie, haben Zeit beansprucht. Dafür ist es gut, den Überblick mit dem Wochenkalender zu haben, zu sehen, wo ein Ausgleich stattfinden kann. Dann eben an einem Tag 4 Stunden SchreibtischGlück, oder am Samstag, wenn ich alleine zuhause bin.

Ich wünsche allen eine Menge SchreibtischGlück


30. Januar 2018

Alles ist Eins

Bei einem Netzwerktreffen im Dezember sagte eine Kollegin: „Wer weiß, wo ich heute mit meinem Unternehmen stehen würde, wenn ich Single wäre“. Ja, das ist eine berechtigte Frage. Auch mit meinem Unternehmen als Haushaltscoach merke ich immer wieder, das Partnerschaft, Familie und Unternehmen eine Herausforderung sind, der ich mich täglich stelle. Zwar sind die Kinder schon groß, fast aus dem Haus, dennoch lebe ich mit mehreren Menschen unterschiedlichen Altersstufen zusammen. Und mein Vorhaben, pünktlich am Montagmorgen an meinem Schreibtisch zu sitzen, wurde durch verschiedene Aspekte geprüft: die Tochter ist krank, der Sohn hat ein besonderes Anliegen, die Wäsche will ich doch noch schnell aufhängen (2 Stockwerke tiefer).

Das ganze Leben planen mit Mann, Kindern, Haushalt und Unternehmen. Abwägen was geht: ob der Sonntag jetzt auch für ein Netzwerk genutzt werden sollte? Sind 3 Netzwerkveranstaltungen in der Woche genug? Wie ist das mit dem gemeinsamen Reinigen der Wohnung? Der Vorteil all dieser Erfahrungen liegt eindeutig darin, dass ich als Haushaltscoach meine Kunden zu diesen Themen coache. Denn nichts anderes als das ist Haushaltscoaching: Fragen zum Haushalt stellen, zum Agieren zwischen Haushalt und Beruf und auch wie das Unternehmen Haushalt grundlegend und nachhaltig aufgeräumt, sortiert geordnet, strukturiert und optimiert werden kann.

In diesem Sinne: frohes Schaffen.


23. Januar 2018

Buchempfehlungen

Aktuell bin ich mit der Vorbereitung für meinen Vortrag am 23. Januar 2017 in der FH Oecotrophologie beschäftigt und habe diese Bücher als Empfehlung ausgewählt:

Für mich sind das Standardwerke und Grundlage meiner Arbeit in Privathaushalten, da sie die Themen Aufräumen, Ordnung und Putzen grundlegend behandeln.

Aufräumen um Ordnung zu schaffen, damit geputzt werden kann.

Bei telefonischen Vorgesprächen empfehle ich manchmal auch eines dieser Bücher zur Vorbereitung. Schon das alleine bewirkt eine Veränderung im Verhalten, erste Schritte können gegangen werden.

Ich wünsche Euch viele Erkenntnisse und eine gute Umsetzung in Eurem Haushalt.


Marie Kondo: Magic Cleaning, Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

Marie Kondo Magic Cleaning: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben

Karen Kingston Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Linda Thomas: Putzen!?


16. Januar 2018

Potenzielle Kunden

Im Frühjahr 2016 ist ein Artikel über meine Arbeit als Haushaltscoach in einer süddeutschen Zeitung erschienen. Jetzt im Januar 2018 rief mich eine Frau an, die den Zeitungsartikel aufgehoben hatte und nun den Mut fand, mich anzurufen. Es ging darum, dass ein Verwandter Hilfe brauchen würde - aber Münster sei so weit weg. Als ich ihr sagte, dass ich in zwei Tagen in Süddeutschland sein würde, war es ein großes Glück für sie. Wir haben uns getroffen und das Ergebnis war, dass sie entschieden hat, in ihrem Haus anzufangen Ordnung zu schaffen und auch die Garage so aufzuräumen, dass ihr Auto wieder Platz hat.  Es ist ihr ein Anliegen, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Dame ist 75 Jahre alt.

Das hat mir mal wieder gezeigt, wie unergründlich Wege sein können, und wie lange es dauern kann, bis ein Kunde sich dazu durchringt, eine Anfrage zu stellen. Oft schauen sich potenziellen Kunden mehrfach meine Seite an und belassen es dabei. Da gibt es viele Sätze, die hinderlich sind, Kontakt mit mir aufzunehmen:

„Sie wohnt zu weit weg“, „Was denkt sie, wenn sie das alles sieht“, „Irgendwann“, „Irgendwie werde ich es schaffen“.

Diese Frau hat nach fast 2 Jahren angerufen und für sie ist ein Wunder passiert. Denn in all ihren Gedanken und Träumen hatte es diese Möglichkeit, dass ich auch nach Heidenheim komme, nicht gegeben.

Mit lieben Grüßen,

Ina Fürstenau


9. Januar 2018

Kalender/2

Letzte Woche habe ich ganz allgemein über meine Kalender geschrieben. Dazu gibt es heute eine Erweiterung, wie ich mit den Kalendern arbeite.
Ich plane meine Woche am Sonntagabend. Eine halbe Stunde setze ich mich an den Schreibtisch und fülle den Plan aus.
  Z. T. stehen Termine, längerfristig geplante Veranstaltungen etc. im Monatkalender, bzw. im Onlinekalender, die ich in den Wochenplan übertrage. Diese Woche ist es z. B. so, dass ich ab Donnerstag unterwegs bin. Das hat Auswirkungen auf meine Schreibtischarbeit, die ich dann vorher bzw. nachher einplane, und natürlich auch auf die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Planung meines Privatlebens fließt mit in diesen Wochenplan ein.
Und am Montag geht es dann an die Umsetzung, bzw den Tagesplan zu erstellen.
Ja und dann kommt das Leben: Schlecht geschlafen, Kopfschmerzen, das Kind ist krank, und die Waschmaschine will auch nicht mehr. Dann habe ich die Wahl:

Muß ich meinen Tagesplan erfüllen,
soll ich ihn erfüllen,
will ich ihn erfüllen,
kann ich ihn erfüllen?

Als Haushaltscoach sage ich häufig meinen Kunden: Planen ist das Eine und Leben ist das Andere. Und ich finde immer noch: Beides paßt gut zueinander.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine planvoll lebendige Woche


2. Januar 2018

Kalender

Herzlich Willkommen 2018 ❤️🍀
Die ersten Tage im Neuen Jahr sind geprägt von der Planung des beruflichen als auch privaten Lebens und dafür habe ich mich für folgende Kalender entschieden. Ja, ich habe ein  Kalenderbuch mit Jahresmotto und Logo, der Jahreskalender liegt auf dem Schreibtisch, den ausgedruckten Online-Monatskalender für die bessere Übersicht, einen aktuellen Wochenkalender von www.zeitzuleben.de und den Zettel "Meine Aufgaben am..." für die Tagesplanung. Und noch den für die beruflichen Kilometer mit dem Privatauto.....Irgendwie ist die Menge der Aufgaben so besser zu koordinieren. Erstmal.
Zugegeben: Ich liebe Kalender. In unserer Wohnung hängen noch 6 weitere Exemplare, z. T. aus früheren Jahren - einfach zum Betrachten.
Habe ich mir was vorgenommen? Nein.
Dennoch habe ich einen Wunsch, den ich 5 Tage in der Woche verwirklichen kann: Mo - Fr 3 Std/täglich Schreibtischarbeit.
Frohes Schaffen wünscht Ihnen Ina Fürstenau